Der Bildhauer Hermann Kirch 1907 - 1945 Die künstlerische Natur drängt zum Verlassen des  Vorhandenen. Kirch ist zwar Schreinermeister, aber die  sichere Werkstatt ist ihm zu eng, er beschäftigt sich mit der  Restaurierung überkommenen Kirchengutes. Er macht den  Kreuzweg der Pfarrkirche von Dedenborn zurecht und  anderes mehr. Auch hier bewegt er sich noch in der  Vergangenheit, die er manchmal ein wenig in seine  Gegenwart verrückt. Das Ausbrechen aus den Traditionen  ist auf dem Land besonders schwer. Das Volk wehrt sich  hier gegen das Neue als sei es ein Teufelswerk. Zur  Anerkennung braucht man akademische Examen und Titel.  Durch dieses Nadelör der Konvention muß nun auch  Hermann Kirch hindurch. Der Schreiner wird Akademiker,  muß an die Akademie nach Königsberg in Ostpreußen, um  schließlich 1942 als Gewerbe-Oberlehrer in Monschau und  Malmedy zu reüssieren.  Wo bleibt in dieser Konvention die Kunst, wo ihre Freiheit,  wo ihr Sieg über das Spießertum? Franzosen wie Auguste  Rodin (1840-1917) und Henri Laurens (1885-1954),  Italiener wie Constantin Brancusi (1876-1957), Engländer  wie Henry Moore (1898-1986) und Deutsche wie Ernst  Barlach (1870-1938) hatten den Ausbruch aus den  historisierenden Disziplinen und Stilrichtungen vergangener  Jahrhunderte verkündet und getan. Die Deutsche Malerei  hatte mit Franz Marc (1880-1916) und August Macke (1887-  Der Drachentöter St.Michael  Kriegerdenkmal in Höfen bei Monschau 1938  Home weiter zurück