Der Bildhauer Hermann Kirch 1907 - 1945 Aufgrund des privaten Schulabschlusses gelang ihm jetzt die Aufnahme in die Kunstakademie von  Königsberg in Ostpreußen. Die Kosten des Studiums hat er wohl mit seinem vorzeitig ausgezahlten Erbe  bestritten. Nach dem Examen durfte er sich “akademischer Bildhauer und Raumgestalter” nennen. Ab 1932 arbeitete er als freier Bildhauer. Er restaurierte den  Kreuzweg in Dedenborn und die Innenausstattung der Pfarrkirche  in Wirtzfeld bei Bütgenbach. 1932 erhielt er wohl durch  Empfehlung von Ludwig Mathar den Auftrag, im früher deutschen  Bütgenbach, ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des ersten  Weltkrieges zu gestalten, das 1933 eingeweiht wurde. Die Gruppe “Krieger mit Mutter und Kind” ist noch ganz in traditionellem  Realismus gestaltet. Während der Arbeit wohnte er bei einer  Familie Hilgers in Bütgenbach, für die er ein Grabkreuz in  Bütgenbach und eine Grabstätte in Köln-Melaten fertigte. Einweihung des Kriegerdenkmals in   Bütgenbach 1932,  in der ersten Reihe Ludwig Mathar(Mitte)  und Hermann Kirch (rechts)  Wir haben leider nur eine lückenhafte Kenntnis über das Werk von Hermann Kirch. Er selbst hatte seine  Arbeiten mit eigenen Fotografien in einem Werkbuch dokumentiert, das leider in den Wirren des Krieges  1944/45 verloren gegangen ist. So kennen wir nicht alle seine Werke und bei den bekannten ist die Datierung manchmal zweifelhaft.  1936 wurde sein Kriegerdenkmal in Strauch eingeweiht. Auch hier finden wir das Motiv “Krieger mit Mutter  und Kind”, allerdings auf zwei Figurengruppen aufgeteilt. Der Krieger zeigt schon expressionistische Züge,  die sich dann 1938 beim Denkmal in Höfen noch ausgeprägter zeigen. Auf den Fotos der Einweihung sind  auch Hakenkreuzfahnen zu sehen; aber der Termin der Feier am Fronleichnamsfest durch die Geistlichkeit  zeigt, daß die Mitwirkung der Nazis sich auf eine Nebenrolle beschränkte. Das Denkmal ist 1945 beschädigt  und dann abgerissen worden. Home weiter zurück