Der Bildhauer Hermann Kirch 1907 - 1945 seine Meisterprüfung im Schreinerhandwerk “mit Auszeichnung” ab. Er vervollständigte seine Ausbildung  durch die Arbeit bei einem Bildhauer und Steinmetzen in Viersen, wo er sich die Technik der Steinbearbeitung aneignete. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß der Künstler, der überwiegend  Themen aus dem religiösen Bereich wählte, auch persönlich fest in  die damalige Kirchenfrömmigkeit eingebunden war.  Die katholische  Kirche war in der Zeit zwischen den Weltkriegen noch die alles  bestimmende Kraft in den Familien und im öffentlichen Leben auf den Dörfern der Eifel. Hermann Kirch beteiligte sich aktiv am kirchlichen  Vereinsleben. So wirkte auch innerhalb der neuen liturgischen  Bewegung als Vorbeter an einer modernen Gestaltung der Meßfeier  mit.  In dieser Zeit versuchte er, einen Studienplatz an der Kunstakademie  in Düsseldorf zu erhalten; für einen Volksschüler ohne Abitur damals  ein hoffnungsloses Unterfangen. So machte er sich daran, durch Die Familie Kirch, Hermann in der  Mitte knieend um 1918  Privatunterricht und Abendschule die formalen Bildungsvoraussetzungen nachzuholen. Hierbei traf er auch  mit dem Schriftsteller und Studienrat Dr.Ludwig Mathar zusammen. Aus dem Schüler-Lehrer-Verhältnis  entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft, die das Werk von Hermann Kirch fördernd begleitete. Er besuchte die Abendschule in Stolberg und Aachen, die er mit einem “Privatabitur” abschließen konnte.  Während dieser Zeit konnte er bei seinem Freund Ewald Steffens in Stolberg-Vicht leben. Dessen Vater war  Lehrer in Rohren gewesen, beide kannten sich also schon von der gemeinsamen Schulzeit in Rohren her.  Hier entstanden als Gegenleistung für Kost und Logis einige der beeindruckendsten Arbeiten, das Stolberger  Gabelkreuz, welches erst nach 1970 in der Stolberger Pfarrkirche Maria-Himmelfahrt angebracht wurde. Der  Korpus war ein Geschenk Ewald Steffens an die Pfarre. Des weiteren entstanden hier die zwei Figuren  “Rufer” und “Lauscher”, die im Hause Steffens in den Pfosten eines Treppengeländers eingebarbeitet waren  und noch eine Reihe weiterer Arbeiten, wie ein Relief “Die Hl.Familie” und eine Statue des  hl.Josef.   Home weiter zurück