Der Bildhauer Hermann Kirch 1907 - 1945 Die Biographie Vor dem ersten Weltkrieg lebten die etwa 500 Bewohner des Dorfes Rohren fast  ausschließlich von der Landwirtschaft. Viele arbeiteten noch zusätzlich in den den  Herbst- und Wintermonaten  als Waldarbeiter. Schon seit dem Mittelalter hatten sich  die Bewohner von “Schüsselchens-Rohren” - im Gegensatz zu Raeren, dem “Kannen-  Rohren” - mit dem Schnitzen von Holzschüsseln ein Zubrot verdient. Die jungen  Mädchen arbeiteten für wenig Geld bis zur Heirat im nahen Monschau in den  Tuchfabriken. Hier wurde am 9.2.1907 Hermann Kirch als sechstes von neun  Geschwistern geboren. Zwei Mädchen starben schon als Kinder, der Junge wuchs  zusammen mit sechs Brüdern auf. Der Vater Peter war Landwirt und Zimmermann,  seine Familie kam aus dem benachbarten Höfen. Seine Frau Margarethe Hermanns  stammte aus einer angesehenen Rohrener Familie, die auch im Wald und als  Jagdhüter tätig war. Der junge Hermann ging in Rohren zur Volksschule, in der Kinder  vom ersten bis zum achten Schuljahr in einer Klasse unterrichtet wurden. In der freien  Zeit mußten die Kinder damals auf dem Felde und beim Hüten des Viehs mitarbeiten.  Seine erste Schnitzarbeit, ein Bilderrahmen, soll beim Hüten der Kühe enstanden   sein. Der Vater Peter Kirch Von den sieben Brüdern konnte nur einer, Karl, die Lateinschule in Monschau besuchen, da ein  unverheirateter Onkel, der “Patriarch”, das Schulgeld zahlte in der Hoffnung, daß der Schüler später einmal in den geistlichen Stand treten würde. Hermann durfte nach der Schulentlassung bei dem Rohrener  Schreinermeister Johann Strauch in die Lehre gehen. In seiner Lehrzeit ist auch das Reliefbild “Der pflügende Landmann” entstanden, das bei aller Naivität schon die spätere Begabung andeutet. Schon damals war sich  der junge Lehrling über seinen späteren Berufsweg im Klaren. Zielstrebig suchte er daher auch, aus der Enge seiner dörflichen Umgebung wegzukommen. Nach Abschluß der Lehre arbeitete er dann als Geselle bei  einem “Herrgottsschnitzer” in Udenbreth in der Eifel. Hier hat er die handwerklichen Grundlagen seiner Kunst  gelernt. Mit dem eisernen Willen weiterzukommen, legte er schon 1927 bei der Handwerkskammer Aachen   Home weiter