Der Bildhauer Hermann Kirch 1907 - 1945 1914), beide schon im ersten Weltkrieg gefallen, längst neue  Wege gefunden, die wir heute bewundern. Aber in den 30ger  Jahren wurden sie in Deutschland alle suspekt und schließlich als  entartet verfehmt. Wo sollte da ein in Glauben und Handwerk  aufgewachsener Mensch als Künstler stehen?  Kirch hat versucht, seinen Weg zu finden. Etwas Tragik lag wohl  darin, daß seine öffentlichen Aufträge Kriegerdenkmäler waren,  Zeugen von Kampf und Schmerz. Es begann 1933 mit der  Figurengruppe für die 1914-1918 Gefallenen Deutschen im heute  belgischen Bütgenbach. Das Gebetbuch der Mutter und die  gefalteten Hände des Kindes, aber auch des Vaters Blick nach  oben zeugen für den Glauben des Künstlers, der einem neuen  Realismus entgegengeht. Es endete dann 1938 mit dem  Kriegerdenkmal, das heute in Höfen seinen Ehrenplatz hat. Fotos  zeigen uns den akademischen Bildhauer Hermann Kirch im  weißen Kittel an der Arbeit eines aus drei Mayener Basaltblöcken  bestehenden 3 m hohen Werkes, das er in seinem Heimatdorf  Rohren schuf. Wir finden das Thema des Grabmals  gewissermaßen auf Umwegen: Da stößt, am Helm zu erkennen,  ein "deutscher Lanzer" seinen Stab in den Rachen eines  Ungetüms, dessen Kopf über dem Sockel des Ganzen erscheint.  Der heilige Michael als Zeitgenosse, stellen wir heute nachdenklich  fest. Deutschland rüstet zum Krieg. Das Denkmal wird kein  Mahnmal für die Zukunft, sondern zum Zeitzeugen der Gegenwart.   Der Rufer  Treppenpfosten um 1935  Home weiter zurück